Die fünf Dörfer

And Taxawu talibé

ASPAIL

 

Unsere Partner

Joko hat mehrere lokale Partner im Senegal, mit denen unterschiedliche Projekte durchgeführt werden. Hier werden sie kurz vorgestellt.

Die fünf Dörfer in der Region Diourbel
Ndoulo
Ngohé
Patar
Tocky Gare
Touré Mbonde

Ein besonderer Schwerpunkt bei der Zusammenarbeit mit diesen Dörfern liegt auf Projekten mit den ortsansässigen Frauengruppen. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit den Grundschulen und den Krankenstationen. Eine langjährige Freundschaft verbindet Joko mit den fünf Dörfern Ndoulo, Ngohé, Patar, Tocky Gare und Touré Mbonde. Sie liegen alle in der Region Diourbel, etwa 150 Kilometer von Dakar entfernt. Insgesamt leben etwa 1000 Menschen in den Dörfern, die sich teilweise über ein großes Gebiet mit vereinzelten Siedlungen erstrecken. Das größte Dorf und auch Verwaltungssitz ist Ndoulo mit etwa 500 Bewohnern. (Die Bevölkerungszahl variiert jedoch entsprechend der Jahreszeit, da viele Männer in Dakar oder anderen Städten arbeiten, wenn sie nicht ihre Felder bewirtschaften müssen.) Alle fünf Dörfer verfügen über eine eigene Grundschule und eine Krankenstation mit einem Arzt (Dörfer Tocky Gare und Ndoulo) oder einem Krankenpfleger. In Ndoulo gibt es darüber hinaus einen Kindergarten und eine weiterführende Schule. Joko unterstützt die Grundschulen und Krankenstationen mit kleinen finanziellen Beihilfen und versucht Partner in Deutschland zu finden, die größere Projekte (z.B. Bau- und Renovierungsarbeiten oder Anschaffung von Medikamentenvorräten) finanzieren können. Die Schulen stellen Joko jedes Jahr einen Klassenraum zur Verfügung, in dem die Teilnehmer der Exkursionen übernachten können. Eine Besonderheit der Dörfer sind die Frauengruppen, in denen sich ein Großteil der Frauen solidarisiert.


And Taxawu Talibé (ATT) in St. Louis
ATT ist eine senegalesische NRO (Nichtregierungsorganisation), die sich um das Wohlergehen er bettelnden Koranschüler und Straßenkinder kümmert. Joko versucht, ATT finanziell und durch die Vermittlung von Praktikanten zu unterstützen.

Der Verein im nordsenegalesischen Saint-Louis hat sich die Umsetzung der Charta der Kinderrechte zum Ziel gesetzt; insbesondere das Recht auf Nahrung, Obdach, sichere Umwelt und ärztliche Behandlung sowie das Recht auf Bildung. Er erhält von JOKO vor allem finanzielle Unterstützung für die laufenden Wasser- und Elektrizitätskosten des Aufnahme- und Betreuungszentrums der Straßenkinder.

Zur Situation der Straßenkinder
Die Talibés sind zumeist Jungen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren, die von ihren Familien in die Obhut eines Koranlehrers (Marabous) gegeben werden, bei dem sie über Jahre hinweg den Koran studieren. Zum Tagesablauf der Koranschüler gehört es neben dem Unterricht auch, sich ihren Lebensunterhalt auf den Straßen St. Louis zu erbetteln. Überall in der Stadt fallen einem die Kinder mit ihren Blechdosen auf, in denen sie Geld, aber auch Nahrungsmittel, wie z.B. Reis, sammeln. Die Kinder, die sich fernab eines behüteten Elternhauses einen Großteil des Tages auf der Straße aufhalten, sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Kleinkriminalität und Gewalt, aber auch Formen der Kinderarbeit bedrohen die Entwicklung der Talibés.


Die Arbeit von „ And Taxawu talibé“
Die Assoziation „ And Taxawu talibé“ hat im letzten Jahr den Bau eines Aufnahme – und Betreuungszentrums (Centre d’acceuil) für Straßenkinder realisiert. In diesem Zentrum haben die Kinder nicht nur die Möglichkeit sich und ihre Kleider zu waschen und eine medizinische Versorgung zu bekommen, sondern sie werden von meist ehrenamtlichen Mitarbeitern pädagogisch und psychologisch betreut und beschäftigt. Sie erlernen beispielsweise handwerkliche Fähigkeiten, wie das Batiken von Stoffen oder den Bau von Trommeln. Diese Fähigkeiten sollen sie auf ihre Zeit nach der Koranschule vorbereiten. Eine wichtige Funktion des Betreuungszentrums ist auch das Erzeugen einer Art „Ersatzfamilie“, die Kinder finden bei den Mitarbeitern ein offenes Ohr für ihre Probleme und Wünsche und haben einen Zufluchtsort.
Wichtig ist der Assoziation auch die Kooperation mit den Koranlehrern, denen sie bewusst machen möchte, dass es nötig ist, die Kinder nicht nur auf das religiöse Leben vorzubereiten, sondern auch auf den Alltag und einen möglichen Beruf.


ASPAIL (Association Sthenos Phanos pour l´Appui des Initiatives Locales)
ASPAIL ist eine lokale Organisation, die sich für verschiedene entwicklungspolitische Projekte in Senegal engagiert. Über sie wickelt Joko den Großteil der Projekte in Senegal ab. Seit 1998 führt JOKO gemeinsam mit ASPAIL regelmäßig handwerkliche Aus- und Weiterbildungslehrgänge im Bereich Elektromaschinenbau in den Regionen Dakar, Thiés und Diourbel durch. Diese Lehrgänge bieten Handwerkern aus dem sogenannten Informellen Sektor die Möglichkeit, ihre technischen Fähigkeiten zu verbessern. Kleinunternehmen erhalten Beratung in den Bereichen Organisation und Betriebswirtschaft. In Planung ist der Bau eines eigenen Ausbildungszentrums. Weitergehende Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auf den Seiten der Stiftung justiceF (www.justiceF.org), die 2002 das Projekt übernommen hat und es seitdem weiter führt.